Die Advocacia-Geral da União (AGU) hat beschlossen, das Rechtsmittel aufrechtzuerhalten, das die Aussetzung der Entscheidung von Minister André Mendonça beantragt, der den Generaldirektor der Bundespolizei, Andrei Rodrigues, vorsorglich abberufen hatte – und zwar auch nach Minister Flavio Dino den Delegierten wieder in die Leitung der Behörde eingesetzt hat. Die AGU reichte den Antrag am Dienstagnachmittag beim Präsidenten des STF, Edson Fachin, ein.
Die interne Bewertung der AGU lautet, dass die vollständige Rechtssicherheit für Andrei Rodrigues im Amt nur mit einer Stellungnahme von Edson Fachin zu dem Fall erreicht werden kann, aufgrund der gegensätzlichen Entscheidungen zwischen André Mendonça und Flavio Dino. Dinons Verfügung, die auf einen Antrag von Andrei selbst hin erging, ist derzeit die geltende, da sie nach Mendonças Entscheidung erging.
Gesprächspartner des General solicitors, Jorge Messias, halten die im Rechtsmittel vorgebrachten Argumente für stichhaltig und sind der Ansicht, dass es der AGU obliegt, die Verteidigung der Bundespolizei und der Befugnisse des Präsidialamts aufrechtzuerhalten. Die AGU argumentiert, dass die von André Mendonça getroffene Maßnahme in eine Befugnis des Präsidialamts eingreift.




