Der Gemeinderat von Setúbal hat der Stadtversammlung einen Vorschlag zur Schaffung der kommunalen Polizei vorgelegt, eine bürgernahe öffentliche Polizei- und Gemeindepolizeitruppe mit einem anfänglichen Bestand von mindestens 40 operativen Beamten, die schrittweise und phasenweise rekrutiert werden sollen. Der genehmigte Vorschlag hebt hervor, dass die kommunale Polizei ausschließlich die Überwachung der Einhaltung der kommunalen Verordnungen, lokalen Vorschriften und des städtischen Verkehrs übernehmen und die PSP und die GNR für den direkten Kampf gegen die Kriminalität freistellen wird.
Das Gemeindegebiet von Setúbal erstreckt sich über 230,33 Quadratkilometer mit einer komplexen Morphologie, die einen konsolidierten städtischen Kern, Industriegebiete und geschützte Naturdenkmäler umfasst. In den letzten zehn Jahren hat der Kreis eine tiefgreifende demografische, städtebauliche und touristische Transformation erfahren und positioniert sich als eine der wichtigsten Zentren des Großraums Lissabon, mit erheblicher mobiler Bevölkerung und verstärkten Herausforderungen bei der Umwelt-, Handels- und Parküberwachung, insbesondere während der Badesaison.
Die Zuständigkeiten der kommunalen Polizei umfassen die Überwachung in den Bereichen Stadtplanung, Bauwesen, Naturschutz und Umwelt, Kulturerbe, Jagd, Parken und Straßenverkehr, die Erstellung von Bußgeldbescheiden, Maßnahmen der Umwelt- und Bestattungspolizei sowie die Festnahme von Tatverdächtigen bei Flagrantdelikten. Die strafrechtlichen Ermittlungs- und öffentlichen Ordnungsbefugnisse der staatlichen Sicherheitskräfte bleiben intakt.
Die wirtschaftlich-finanzielle Studie kommt zu dem Schluss, dass das Projekt wirtschaftlich rentabel ist, mit einer positiven Marge von 8%, die auf fast 22% steigen kann, wenn die Vorteile erhöhter Sicherheit einbezogen werden. Die mit der Schaffung des Dienstes verbundenen Ausgaben werden durch die schrittweise Übertragung von Zuständigkeiten der derzeitigen Überwachungsdienste und die Erhebung von Einnahmen aus Verfahrensgebühren ausgeglichen. Der Vorschlag wurde nach positiver Stellungnahme des Gemeindesicherheitsrats und einer öffentlichen Anhörung ohne Beiträge von Betroffenen genehmigt.




