Minister Flávio Dino vom Obersten Gerichtshof entschied, den Direktor der Bundespolizei, Andrei Rodrigues, wieder einzusetzen, und widersprach damit einer früheren Entscheidung von Minister André Mendonça. Die Entscheidung erzeugte Kontroversen und entfachte den Streit über die interne Krise am Gerichtshof erneut.
Der Jurist und CBN-Kommentator Wálter Maierovitch kommentierte den Fall in einem Interview mit dem Sender. Seiner Meinung nach hat Dino unabhängig von Mendonças Entscheidung beschlossen, ein Spiel zu betreten, in dem bereits eine Mehrheit gebildet war, um die frühere Entscheidung zu bestätigen.
Maierovitch erklärte, dass sich die Krise im STF in einen „organisierten Fan-Krieg" verwandelt hat, bei dem das Recht aufgehört hat zu gelten. Nach Angaben des Juristen gibt es keine Regeln mehr im Gerichtshof und die Polarisierung hat einen parteipolitischen Charakter, der strategisch im Wahlkontext ausgenutzt wird.
Der Kommentator fügte hinzu, dass der Oberste Gerichtshof „ständig an Glaubwürdigkeit verliert" durch diesen internen Streit, und dass die Situation in einer Entscheidung resultiert, die von jemandem abhängt, was auf die institutionelle Fragilität des Prozesses hindeutet.
