Die amerikanische Invasion Afghanistans im Jahr 2001, als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September, die 2.977 Menschen töteten, löste eine lange Kette von Folgen aus, mit denen der Westen noch heute konfrontiert ist. Der Artikel legt nahe, dass Wladimir Putin Grund hat, Osama bin Laden zu danken, da die USA und ihre Verbündeten jahrzehntelang ihre Aufmerksamkeit und Ressourcen auf den Nahen Osten und Zentralasien umgelenkt haben.
Die militärische Intervention in Afghanistan leitete einen verlustreichen 20-jährigen Konflikt ein, der im August 2021 mit einem chaotischen amerikanischen Rückzug endete. Dieser Krieg wurde zum längsten in der amerikanischen Militärgeschichte, verschlang enorme finanzielle und menschliche Ressourcen, ohne einen entscheidenden Sieg zu erringen.
Die anschließende Invasion des Iraks im Jahr 2003, die von Präsident George W. Bush unter dem Vorwand der Existenz von Massenvernichtungswaffen beschlossen wurde, verschärfte die Situation weiterhin erheblich. Diese Entscheidung, die später als strategischer Fehler eingestuft wurde, destabilisierte die Region vollständig und schuf die Bedingungen für das Entstehen extremistischer Gruppen wie Al-Qaida im Irak, die sich später zum Islamischen Staat entwickeln sollte.
Der Artikel schätzt, dass die Folgen dieser Interventionen zu Hunderttausenden von Toten und einer Rechnung in Höhe mehrerer Milliarden Dollar für den Westen führten, ohne dass die ursprünglichen Ziele der Terrorismusbekämpfung und der Förderung von Demokratie in der Region nachhaltig erreicht wurden.



