Der Energiewandel, die künstliche Intelligenz und geopolitische Auseinandersetzungen erhöhen die Bedeutung von Mineralien für die Weltwirtschaft und verändern die Bedingungen, unter denen der Bergbausektor arbeitet. Die Nachfrage nach Mineralien wächst, während Investitionen, Technologie, Regulierung, Sicherheit sowie Umwelt- und Sozialauswirkungen in den Entscheidungen des Sektors zunehmend an Gewicht gewinnen.
In diesem neuen Szenario werden Mineralreserven nicht mehr nur als wirtschaftlicher Vorteil gesehen, sondern werden zu strategischen Vermögenswerten. Die Präsidentin der Anglo American in Brasilien und Präsidentin des Verwaltungsrats des Brasilianischen Bergbauinstituts (IBRAM), Ana Sanches, erklärte, dass sich das Konzept der Souveränität verändert hat und sich von Territorium hin zu Technologie, Industrie, Energie und Verteidigung verschoben hat.
Für Brasilien, das über umfangreiches mineralisches und energetisches Potenzial verfügt, besteht die zentrale Frage darin, wie viel von diesem Reichtum in Investitionen, Produktion und Wertschöpfungsketten umgewandelt werden kann. Die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab, die noch definiert werden müssen.
