Das Strafgericht erster Instanz der Hauptstadt hat bestätigt, dass der Glücksspielboss Rogério de Andrade sich wegen der Tötung von Fernando de Miranda Iggnacio, der im November 2020 im Recreio dos Bandeirantes in Rio de Janeiro mit Gewehrschüssen getötet wurde, vor dem Geschworenengericht verantworten muss. Ebenfalls angeklagt wurde Gilmar Eneas Lisboa, dem vorgeworfen wird, die Gewohnheiten des Opfers vor der Tat überwacht zu haben. Das Gericht hat die Untersuchungshaft für beide Angeklagten aufrechterhalten.
Gemäß der Anklage der Staatsanwaltschaft (GAECO/MPRJ) wurde die Tötung durch den Streit zwischen Rogério und Fernando um die Kontrolle über die Glücksspielstellen motiviert. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass Rogério de Andrade seinen Vertrauten Márcio Araújo de Souza, ein Mitglied seiner kriminellen Organisation, mit der Organisation der Ausführung beauftragte.
Fernando wurde nach dem Aussteigen aus einem Hubschrauber auf einem Hubschrauberlandeplatz im Recreio dos Bandeirantes mit Gewehrschüssen getötet. Die Täter erwarteten das Opfer etwa vier Stunden lang auf einem Grundstück neben dem Parkplatz des Ortes.
Der Fall durchlief zahlreiche Wendungen in der Justiz. Rogério de Andrade wurde im Jahr 2021 von der Staatsanwaltschaft von Rio de Janeiro wegen der Straftat angeklagt, doch das Verfahren durchlief verschiedene Instanzen, bis es zur aktuellen Entscheidung der Anklage vor dem Geschworenengericht kam.




