Wladimir Kusitschkin war Major des KGB, der sowjetischen Geheimagentur. Im Herbst 1981 traf er sich geheim mit dem britischen Agenten Ian McCredie in einem Badezimmer in Teheran, im Iran. Um von iranischen Abhörgeräten nicht entdeckt zu werden, ließ er Wasser im Waschbecken und in der Badewanne laufen, während ein Radio lief, um die Stimmen der beiden zu übertönen. Das Treffen fand nur zwei Jahre nach der Islamischen Revolution statt, und beide riskierten Verhaftung, Folter und möglicherweise Hinrichtung, wenn sie entdeckt worden wären.
Kusitschkin hatte sich an das Vereinigte Königreich gewandt, um Informationen von potenziell enormem Wert anzubieten. Er enthüllte, dass sowjetisch unterstützte Kommunisten sich darauf vorbereiteten, die Macht im Iran zu übernehmen und die Rote Armee einzuladen, in das Land einzumarschieren. Dieser Schritt würde Moskau Zugang zu den Ölfeldern und den strategischen Häfen am Persischen Golf verschaffen.
Der Plan würde eine große Bedrohung für den Westen darstellen und die westliche Allianz im Nahen Osten ins Wanken bringen. Die Sowjetunion besetzte bereits Afghanistan, das Nachbarland des Iran, was die Situation für die westlichen Regierungen noch besorgniserregender machte.




