Benjamin Netanyahu kündigte an, die israelische Zeitung Haaretz wegen Verleumdung zu verklagen, nachdem eine Untersuchung der Publikation behauptet hatte, dass der israelische Premierminister vor dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 eine direkte Warnung des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohamed bin Zayed, über die Vorbereitung einer Offensive erhalten habe.
Die Zeitung Haaretz berichtete, dass Mohamed bin Zayed Netanyahu direkt vor den Plänen der Hamas gewarnt haben soll, was nahelegt, dass Israel vorbeugende Maßnahmen hätte ergreifen können, wenn es diese Informationen berücksichtigt hätte. Die journalistische Untersuchung deutet darauf hin, dass die Warnung von den israelischen Behörden ignoriert wurde oder nicht die gebührende Aufmerksamkeit erhielt.
Netanyahu bestritt kategorisch, irgendwelche Warnungen vom Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate vor dem Angriff erhalten zu haben. Der israelische Premierminister betrachtete die Behauptungen des Haaretz als falsch und beschloss, ein Gerichtsverfahren wegen Verleumdung gegen die Zeitung einzuleiten.
Der Angriff vom 7. Oktober 2023 führte zum Tod von etwa 1.200 Personen in Israel und zur Geiselnahme, woraufhin Israel mit einer umfangreichen Militäroperation im Gazastreifen reagierte. Die Kontroverse entsteht in einem besonders sensiblen Moment, in dem Netanyahu wegen der Art und Weise kritisiert wird, wie die israelischen Behörden die Geheimdienstinformationen vor dem Angriff behandelt haben.



