Der Preis des Nordsee-Brent-Fasses stieg am Mittwoch erstmals seit Ende Juli auf 100 US-Dollar, vor dem Hintergrund einer Verschärfung der Feindseligkeiten im Nahen Osten. Der Kontrakt für die November-Lieferung erreichte kurzzeitig 100,19 US-Dollar. Gegen 7:45 Uhr GMT gab der Wert leicht nach und stieg dann um 1,94% auf 99,82 US-Dollar. Der Preis begann am Dienstag zu steigen, nachdem eine Reihe von Angriffen der Houthi-Rebellen aus dem Jemen gegen das benachbarte Saudi-Arabien, eine Ölexportmacht, stattgefunden hatte.
Die Houthis, eine Rebellengruppe aus dem Jemen, sind für die Angriffe verantwortlich, die den Anstieg auslösten. Saudi-Arabien, als Haupziel der Angriffe, ist einer der größten Ölexporteure der Welt, was die Auswirkungen auf die globalen Rohstoffpreise erklärt.
Das amerikanische Äquivalent, das West Texas Intermediate (WTI), für die Oktober-Lieferung, verzeichnete ebenfalls einen Anstieg von 1,46% und wurde bei 94,39 US-Dollar gehandelt. Der Brent-Preis bleibt aufgrund der geopolitischen Spannungen in der Region auf hohem Niveau.
Kathleen Brooks, Analystin bei XTB, kommentierte, dass die Marke von 100 US-Dollar ein wichtiges psychologisches Niveau für die Märkte darstellt. Ihrer Meinung nach neigen viele Investoren dazu, darauf zu reagieren, sobald dieses Niveau überschritten wird, was den Druck auf die Preise kurzfristig aufrechterhalten könnte.




