Dem brasilianischen Kino droht eine Art „Scham", für die Allgemeinheit zugänglich zu sein, so die Regisseure Gustavo Vinagre und Gurcius Gewdner. In einem Interview weisen sie darauf hin, dass es unter brasilianischen Filmemachern und Kritikern einen Überschuss an „intellektueller Vorsicht" gibt, was eine Barriere zwischen dem nationalen Kino und dem Publikum schaffe.
Die beiden Regisseure zeichnen gemeinsam für den Film „Privadas de Suas Vidas" verantwortlich, der beim Festival MOTELX in Lissabon Premiere feiert. Das Werk wird als Beispiel für die Perspektive präsentiert, die sie bezüglich der brasilianischen Filmproduktion vertreten.
Vinagre und Gewdner kritisieren, was sie als übermäßig vorsichtige Haltung der Kritiker und der Filmemacher selbst halten, die es vermeiden würden, mit einer populäreren Sprache zu arbeiten, aus Angst, simplistisch oder zu zugänglich zu wirken.
Das in Lissabon stattfindende Festival MOTELX ist der gewählte Schauplatz für die internationale Premiere des Langfilms, der dem portugiesischen Publikum mit dem Anspruch vorgestellt wird, die Grenzen zwischen Kunstkino und Volkskino in Brasilien in Frage zu stellen.




