Die luso-flämische Skulptur der Gottesmutter mit dem Kind, bewertet auf 45.000 Euro, wurde am 8. September im Museu de Arte Sacra do Funchal vorgestellt und vom Museu de Arte Sacra do Funchal erworben und gespendet. Das Stück wird einem Studie- und Restaurierungsprozess im Atelier von Isopo unterzogen, bevor es möglicherweise in die Kathedrale von Funchal zurückkehrt, um im Retabel des Hochaltars aufgestellt zu werden.
Kanoniker Marcos Gonçalves, Pfarrer der Kathedrale, erklärte, dass das gotische Bild möglicherweise dasselbe ist, das sich vor dem Angriff französischer Freibeuter auf Funchal im Jahr 1566 am Hochaltar befand. Die Analyse der Maße der Skulptur und des Retabels bestärkt diese Möglichkeit. Das aktuelle Bild der Jungfrau von der Himmelfahrt, aus der Barockzeit, wird in der Kathedrale verbleiben, allerdings an einem anderen Ort.
Unter den zu bewertenden Fragen ist die mögliche Wiederherstellung der Hände der Gottesmutter und der Arme des Jesuskindes, wobei 3D-Drucktechnologie in Holz eingesetzt werden könnte, falls die Experten diese Lösung für geeignet halten.
Miguel Albuquerque, Präsident der Regionalregierung, nahm an der Präsentationszeremonie teil und dankte für die Spende, wobei er die Bedeutung des Kulturmäzenatentums und der Zusammenarbeit zwischen privaten Einrichtungen, öffentlichen Institutionen und der Kirche bei der Erhaltung des madeirischen Erbes hervorhob.
