Ungarn kündigte an, zehn russische Diplomaten des Landes zu verweisen. Das russische Außenministerium bestätigte die Maßnahme und reagierte mit der Ausweisung einer gleichen Anzahl ungarischer Diplomaten, in einer Geste, die das Moskauer Außenministerium als symmetrische Antwort beschrieb.
Außenministerin Anita Orbán begründete die Ausweisung mit Verhaltensweisen der russischen Agenten, die "mit dem diplomatischen Status unvereinbar" waren. Ihrer Darstellung zufolge ging es um "im Rahmen der Wiener Konvention inakzeptable Aktivitäten", ohne genau zu benennen, um welche Aktivitäten es sich handelte.
Ungarn und Russland pflegten über viele Jahre hinweg eine besonders enge Beziehung, selbst nach der Invasion der Ukraine. Der damalige Premierminister Viktor Orbán unterhielt eine enge Allianz mit Moskau.
Allerdings hat sich die politische Lage in Ungarn vor weniger als einem halben Jahr grundlegend verändert. Peter Magyar hat die Wahlen gewonnen und wurde zum Premierminister gewählt, wodurch Viktor Orbán die Macht verlor. Dieser Regierungswechsel soll der Auslöser für die Änderung der ungarischen Außenpolitik gegenüber Russland gewesen sein.




