Die Pisa-Ergebnisse zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Situation und schulischer Leistung weltweit. Im Durchschnitt aller bewerteten Länder und Volkswirtschaften erzielen die am meisten begünstigten Schüler in Naturwissenschaften 74 Punkte mehr als die ärmsten, ein Unterschied, der etwa dreieinhalb Schuljahren entspricht. Das gleiche Muster zeigt sich in Lesekompetenz mit einem Abstand von 67 Punkten und in Mathematik mit 71 Punkten.
Der Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu den Pisa-Ergebnissen 2025 stuft den sozioökonomischen Status als einen der stärksten und konsistentesten Prädiktoren für die akademische Leistung in der Welt ein.
In Brasilien ist die Situation noch stärker ausgeprägt. Der Unterschied zwischen den reichsten und den ärmsten Schülern beträgt in Naturwissenschaften bis zu 96 Punkte und übertrifft damit den globalen Durchschnitt. Der Pisa-Test teilt die Schüler in vier sozioökonomische Gruppen ein, um diese Vergleiche durchzuführen.
Die Erhebung zeigt auch, dass 48% der brasilianischen Schüler künstliche Intelligenz für Schulaufgaben nutzen, was auf einen Wandel der Lernmethoden im Land hindeutet.




