Nach fast achtstündiger Debatte im Parlament wurde der von Chega gegen Minister Luís Neves eingebrachte Misstrauensantrag abgelehnt, und er blieb im Amt. Die Parlamentssitzung dauerte praktisch einen ganzen Tag, wobei die meisten Parteien gegen den Antrag stimmten.
Der Kommentator Pedro Adão e Silva analysierte das Ergebnis der Abstimmung und erklärte, „gewissermaßen hätten alle den Tag gewonnen". Diese Einschätzung deutet darauf hin, dass trotz der Ablehnung des Misstrauensantrags verschiedene politische Kräfte aus dem Verfahren einen gewissen Vorteil ziehen konnten.
Luís Neves, der nach der Ablehnung des Misstrauensantrags Minister blieb, war das Hauptziel der Kritik durch Chega. Die rechtsextreme Partei versuchte, das Regierungsmitglied mit diesem parlamentarischen Instrument zu stürzen, konnte jedoch nicht die notwendigen Stimmen für seine Verabschiedung gewinnen.




