Die Europäische Kommission hat eine Mitteilung zu einem neuen strategischen Ansatz für Forschung und Innovation im Agrar- und Ernährungssektor verabschiedet, der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, ländliche Gebiete und Ernährungssysteme umfasst. Das strategische Dokument vereint zwei miteinander verbundene Rahmenwerke, AgRI 2040 und Food 2040, die Forschung und Innovation lenken sollen, um einen wettbewerbsfähigeren, widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Agrar- und Ernährungssektor zu schaffen.
Die Strategie zielt darauf ab, das Innovationsökosystem von der anfänglichen Forschung bis zur Markteinführung zu stärken, die Anwendung von Wissen zu beschleunigen und die Zusammenarbeit zwischen Endnutzern, Forschern und Unternehmen zu fördern. Dieser kollaborative Ansatz soll Startups, wachsenden Unternehmen und kleinen und mittleren Unternehmen dabei helfen, vielversprechende Innovationen in Richtung Markt voranzutreiben und europäische wissenschaftliche Exzellenz in praktische Lösungen umzuwandeln.
Christophe Hansen, Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, betonte, dass Forschung und Innovation die landwirtschaftliche Praxis und das Management ländlicher Gebiete transformieren können, und unterstrich die Bedeutung, Lösungen an lokale Bedingungen anzupassen. Ekaterina Zaharieva, Kommissarin für Startups, Forschung und Innovation, wies darauf hin, dass Europa in der Wissenschaft führend ist, aber viele innovative Lösungen den Verbrauchern und Märkten noch immer schwer zugänglich gemacht werden.
Die Rahmenwerke AgRI 2040 und Food 2040 werden zwischen 2028 und 2034 im Rahmen von Horizon Europe umgesetzt und ergänzen die Europäische Bioökonomie-Strategie, während sie sich an der Vision für Landwirtschaft und Ernährung ausrichten. Der nächste Meilenstein wird die EU AgRI 2040-Konferenz sein, die am 24. und 25. September in Brüssel stattfindet und Interessenvertreter des Sektors zusammenbringt, um zukünftige Forschungsprioritäten und Innovationsschwerpunkte festzulegen.




