Das Gericht von Santa Catarina verurteilte die Eltern eines Jugendlichen zu einer Schadensersatzzahlung von 100.000 R$ wegen emotionaler Schäden, nachdem der junge Mann wegen seiner sexuellen Orientierung aus dem Haus geworfen wurde. Der Fall wurde als emotionale Vernachlässigung eingestuft und umfasste Drohungen der Verwandten gegen den Sohn.
Aus dem Verfahren geht hervor, dass die Erziehungsberechtigten den Jugendlichen nicht nur aus dem Haus wiesen, sondern auch sein Privatleben in den sozialen Netzwerken öffentlich machten. Der Vater veröffentlichte diskriminierende Inhalte über seinen Sohn, was die Intervention der Staatsanwaltschaft und des Betreuungsrates veranlasste.
Der Betreuungsrat nahm den Jugendlichen im August 2025 auf, und anschließend erwirkte die Staatsanwaltschaft eine einstweilige Verfügung, die die Entfernung der diskriminierenden Inhalte, die vom Vater veröffentlicht wurden, anordnete. Bei einer erneuten Veröffentlichung in den sozialen Netzwerken wurde ein tägliches Bußgeld von 2.000 R$ festgelegt.
Während das Zivilverfahren lief, wurde eine psychologische Begutachtung des Jugendlichen durchgeführt. Der Fall wurde von der Agência Brasil berichtet und zeigt ein historisches Urteil in Bezug auf sexuelle Orientierung und Familienrechte im Bundesstaat Santa Catarina.




