Der Verband der Forstproduzenten des Alentejo Litoral (ANSUB) wird ein Projekt in Höhe von 30.000 Euro zur Schaffung der geschützten geografischen Angabe (g.U.) für „Pinhão de Alcácer" leiten, mit dem Ziel, den Schutz, die Differenzierung und Aufwertung eines Produkts mit starker historischer Verbindung zum Territorium zu stärken. Die Initiative wird zu etwa 85 % aus dem Programm Alentejo 2030 durch den Fonds für einen gerechten Übergang kofinanziert.
Der „Pinhão de Alcácer do Sal" ist bereits von der Generaldirektion für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (DGADR) als traditionelles portugiesisches Produkt anerkannt. Das aus dem Samen des Pinus pinea L. gewonnene Produkt zeichnet sich durch seinen elfenbeinfarbenen Kern und eigene Merkmale aus, die mit den traditionellen Herstellungs- und Zubereitungsmethoden zusammenhängen.
Die Zertifizierung stellt eine langjährige Ambition der Branche dar. Im Jahr 2014 stellte die UNAC einen Antrag auf geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.), der von der DGADR nicht genehmigt wurde. Im Jahr 2018 wurde eine Masterarbeit am Instituto Superior de Agronomia der Erstellung des Pflichtenhefts für den Registrierungsantrag des „Pinhão de Alcácer do Sal g.U." gewidmet.
Die Verbindung des Pinienkerns mit Alcácer do Sal reicht Jahrhunderte zurück, wobei der Kern aufgrund seines wirtschaftlichen Werts einst als „weißes Gold" bezeichnet wurde. Das Territorium weist eine relevante Präsenz von Pinien auf, mit besonderer Ausprägung im Alentejo Litoral. ANSUB selbst wurde 1994 aus der Organisation der Forstproduzenten von Alcácer do Sal, Grândola und Santiago do Cacém gegründet.




