Das Regionale Wahlgericht von Rio de Janeiro (TRE-RJ) lehnte am Dienstag die Kandidatur von Diego Alba von der ParteiPSDB für das Amt des Staatsabgeordneten ab. Die Entscheidung basierte auf Geheimdienstberichten, die von einer spezialisierten Abteilung des Wahlgerichts selbst erstellt wurden und Verbindungen zwischen dem Kandidaten und kriminellen Organisationen aufzeigten.
Diesen Berichten zufolge soll Diego Alba die Erlaubnis der obersten Führung des Comando Vermelho (CV) erhalten haben, in von der kriminellen Gruppierung kontrollierten Gebieten Wahlkampf zu führen. Das TRE-RJ hat eine neue Offensive gestartet, um vor den Wahlen mögliche Verbindungen zwischen Kandidaten und kriminellen Organisationen zu identifizieren.
Die Stadtgeschäftsstelle der PSDB teilte mit, dass sie gegen die gerichtliche Entscheidung Berufung einlegen werde. In einer Erklärung betrachtete die Partei es als „besorgniserregend", dass eine Verbindung zwischen der Durchführung von Wahlkampf in Stadtvierteln und einer möglichen Unterstützung durch eine kriminelle Gruppierung hergestellt wurde. Das Medienunternehmen konnte bis zur Veröffentlichung keinen Kontakt mit dem Kandidaten Diego Alba selbst herstellen.




