Die spanische Regierung hat 40 vertrauliche Dokumente zur Ceuta-Krise freigegeben, die den Zeitraum vom 1. Juli bis August abdecken, als der Migrationsdruck an der Grenzanlage beispiellose Werte erreichte. Die Entscheidung, die nach dem Ministerrat in Madrid angekündigt wurde, soll demonstrieren, dass die Exekutive das Ausmaß des Migrationsansturms nicht kannte, der zur irregulären Einreise von mindestens 72.000 Menschen in die Enklave führte. Die Regierungssprecherin Elma Saiz erklärte, die sozialistische Regierung habe „nichts zu verbergen" und man sei die Ersten, die an der Aufklärung der Tatsachen interessiert seien.
Die freigegebenen Dokumente umfassen Berichte der Sicherheitskräfte, interne Kommunikationen zwischen Delegationen und vorläufige diplomatische Warnungen. Der Palacio de la Moncloa vertritt die Auffassung, dass die ungewöhnliche Schnelligkeit und das ungewöhnliche Volumen der Einreisen ein unvorhersehbares Ereignis darstellten, das eine vorherige taktische Reaktion unmöglich machte. Pedro Sánchez hatte bereits „Zweifel und Hinweise" hinsichtlich des operationellen Kontexts eingeräumt, allerdings ohne forensische Beweise, die direkt auf die marokkanischen Behörden hindeuten.
Die Veröffentlichung erfolgt als Reaktion auf den Druck der Volkspartei und von Vox, die schwere Nachlässigkeiten in der Amtsführung von Sánchez anprangern und eine verschleierte Komplizenschaft Rabats nahelegen. Konservative Kreise fordern Aufklärung über das Fehlen einer Verstärkung der Schnellinterventionstr




