Die französische Regierung hat es aufgegeben, ein nationales obligatorisches Pfand- und Rückgabesystem für Plastikflaschen, ähnlich dem portugiesischen Volta, durchzusetzen. Die Entscheidung wurde am 8. September angekündigt, nach drei Monaten der Beratungen mit Kommunen, Getränkeunternehmen und Recyclingbetrieben. Alternativ kann jede französische Region eine an ihre Bedürfnisse angepasste Lösung entwickeln.
In Portugal bleibt das am 10. April eingeführte Volta-System in Betrieb. Die Umweltministerin Maria da Graça Carvalho erkannte Umsetzungsschwierigkeiten an und kündigte mehr Überwachung und Maschinen an, wobei sie sich auch für größere Geräte aussprach, um das Problem fehlender verfügbarer Punkte zu lösen.
In Frankreich lehnten die Kommunen die Maßnahme aus Angst ab, Einnahmen aus ihren Investitionen in die Modernisierung der Sortierzentren und Sammelstellen zu verlieren. Kommunale Verbände protestierten auch gegen die sogenannte Monetarisierung des Mülls und argumentierten, dass die Verknüpfung einer finanziellen Belohnung mit der Rückgabe von Verpackungen die freiwillige Mülltrennung aus Umweltgründen entwerten könnte.
Im portugiesischen Fall umfassen die Beschwerden außer Betrieb stehende oder nicht verfügbare Maschinen, die aufgrund des hohen Aufkommens schnell voll werden. Es gibt auch Berichte über Menschen, die Sammelstellen durchsuchen, um Flaschen und Dosen mit dem Volta-Siegel zu finden und die zehn Cent Pfand zurückzubekommen, wobei sie Müll auf der Straße hinterlassen. Die Regierung reagierte mit der Verstärkung der Sammelkapazitäten und der Überwachung.




