Der Minister des STF Gilmar Mendes vertrat die Ansicht, dass die Analyse der Amtsenthebung des Direktors der Bundespolizei, André Rodrigues, in einer Plenarsitzung und nicht in der zweiten Kammer des Gerichts erfolgen sollte. Zunächst hatte er eine Vertagung des Verfahrens beantragt, um die einstweilige Entscheidung von André Mendonça zu bestätigen, der die Amtsenthebung angeordnet hatte.
In seinem Votum erklärte Gilmar Mendes, dass die Auswirkungen der Amtsenthebungsentscheidung Ungleichgewichte im politisch-wahlkampfbezogenen Wettbewerb verursachen können. Diese Stellungnahme diente dazu, die Vertagungsanfrage zu rechtfertigten, bei der es sich um eine zusätzliche Frist für eine eingehendere Analyse des Falls handelt.
Gemäß den Regeln des Gerichts kann eine Vertagungsanfrage bis zu 90 Tage dauern, jedoch wird erwartet, dass die Rückgabe durch Gilmar Mendes in einem wesentlich kürzeren Zeitraum erfolgt. Der Minister selbst zeigte Interesse daran, das Verfahren schnell zurückzugeben.
Die Stellungnahme von Gilmar Mendes zielt auch darauf ab, Druck auszuüben, damit der Fall vor das Plenum des STF gebracht wird, wo alle Minister an der Entscheidung beteiligt werden, anstatt dass er nur von der zweiten Kammer entschieden wird.




