Auf dem Weinmarkt zeichnet sich ein zunehmender Trend ab, dass unbekannte Marken Flaschen zu Preisen um die 100 € verkaufen. Diese Situation ist darauf zurückzuführen, dass es immer mehr Verbraucher gibt, die sich eher auf ihr „Bauchgefühl" als auf tatsächliches Weinwissen verlassen, was sie zu leichten Zielen für Marketingstrategien macht.
Das Phänomen hängt mit einer Frage der Marktpositionierung zusammen. Die Produzenten, die diese Strategie verfolgen, setzen auf Verbraucher, die die Wahrnehmung von Exklusivität mehr schätzen als das technische Wissen über das Produkt, das sie erwerben.
Fachleute der Branche erkennen, dass diese Praxis im Wesentlichen eine Frage der Marken- und Marktpositionierung ist. Die Produzenten wissen, dass der Verkauf von 100 Flaschen in diesem Preissegment bereits ein großer Glücksfall wäre, was zeigt, dass der kommerzielle Erfolg mehr vom geschaffenen Image als von der tatsächlichen Weinqualität abhängt.
Diese Realität wirft Fragen auf über das Verhältnis zwischen Preis, Qualität und Verbraucherwissen im heutigen Weinmarkt, wo viele bereit sind, hohe Beträge für unbekannte Marken zu zahlen.


