Präsident Lula traf sich am Dienstagmorgen (8.) mit dem Generalbundesanwalt, Jorge Messias, im Palast von Alvorada. Das Treffen fand statt, nachdem der Minister des Obersten Gerichtshofs André Mendonça die Amtsenthebung des Generaldirektors der Bundespolizei, Andrei Rodrigues, und des Direktors für Nachrichtendienste der Bundespolizei, Leandro Almada, angeordnet hatte. Ziel des Treffens war es, Lula über die Argumente zu informieren, die die Bundesanwaltschaft vorbringen wird, um gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.
Die AGU beabsichtigt zu verteidigen, dass die Amtsenthebung die ausschließliche Zuständigkeit des Präsidenten der Republik verletzt, wobei argumentiert wird, dass die Auswahl, Ernennung und Entlassung des Chefs der Bundespolizei in der ausschließlichen Zuständigkeit der Präsidentschaft liegt, wie in Artikel 84 der Bundesverfassung festgelegt. Regierungsquellen bestätigten diese Information gegenüber der CBN.
Die Sitzung der Zweiten Kammer des STF war für denselben Dienstag (8.) angesetzt, was darauf hindeutet, dass Mendonças Entscheidung vom Rest des Gerichts geprüft werden würde. Der Minister traf die Entscheidung, die beiden Direktoren der Bundespolizei abzusetzen, was die sofortige Reaktion der Bundesregierung durch die AGU auslöste.




