Das Stück „Vagabundus" wurde auf der Bühne des Centro Cultural Vila Flor (CCVF) aufgeführt, um dem Publikum eine Reflexion über Migration durch Tanz und den Körper zu bieten. Auf der Bühne tanzen und singen 13 Darsteller ununterbrochen und verwenden dabei ein mosambikanisches Musikrepertoire, das traditionelle und zeitgenössische Elemente verschmilzt, inspiriert von Gospel und Barock. Das von Íidio Chichava konzipierte und choreografierte Werk versucht, die Migrationsströme und die menschliche Erfahrung derjenigen darzustellen, die sich bewegen, und zeigt den Migranten als Nomaden der heutigen Zeit, aber auch als Kolonisator, Entdecker oder Vagabund.
Die Choreografie ist vom Tanzritual des Makonde-Volkes in Mosambik inspiriert, wo Tanz und Gesang sich als Formen kollektiver Expression überschneiden. Aus dieser Referenz entwickelt Chichava die Idee eines „globalen Körpers", verstanden als natürlicher menschlicher Zustand, der laut dem Choreografen im Laufe der Zeit vergessen wurde.
In „Vagabundus" nimmt der Körper die zentrale Rolle in der Erzählung ein, ohne dass große Bühnenbilder, aufwändige Kostüme oder Lichteffekte nötig sind, um Wirkung zu erzielen. Die Kraft des Stücks entsteht aus der Energie der Darsteller, der Bewegung und den Stimmen, mit besonderer Aufmerksamkeit für die emotionalen Dimensionen des Tanzes. Die Beziehung zum Publikum ist ebenfalls unkonventionell, da die Bewegung der Zuschauer während der Vorstellung frei ist und das Stück in eine offene Performance verwandelt, ohne streng definierte Anfänge oder Enden.
Die Produktion wird von der Compagnie Converge+ präsentiert und verfügt über Darstellungen von Açucena Chemane, Arminda Teimizira, Calton Muholove, Cristina Matola, Fernando Machaieie, Judite Novela, Mauro Sigauque, Martins Tuvanji, Nilégio Cossa, Osvaldo Passirivo, Patrick Manuel Sitoe, Stela Matsombe und Vasco Sitoe. Die Eintrittskarten kosten 10 Euro, mit einem ermäßigten Preis von 5 Euro unter bestimmten Bedingungen, und können über BOL erworben werden.




