Australien schränkt die Aktivitäten der Social-Media-Giganten ein und droht mit neuen StrafenFoto von moremilu auf Pexels
Politik

Australien schränkt die Aktivitäten der Social-Media-Giganten ein und droht mit neuen Strafen

Eco8. September 2026 um 17:42

Der australische Premierminister Anthony Albanese hat am Dienstag einen neuen Gesetzesentwurf angekündigt, der darauf abzielt, die Aktivitäten der Social-Media-Giganten einzuschränken und Geldstrafen von rund 70 Millionen Euro gegen Unternehmen zu verhängen, die Minderjährige nicht vor schädlichen Inhalten schützen. Albanese erklärte: "Wir werden nicht weiterhin zulassen, dass australische Kinder wie Waren behandelt werden, anstatt als Kinder", und betonte damit das Engagement der Arbeiterregierung in diesem Bereich.

Der neue Entwurf, der zwei Jahre nach der Verabschiedung des "Online Safety Amendment Act" vorgelegt wurde, wird eine "Schutzpflicht" für Social-Media-Betreiber einführen und sie für jede Exposition von Minderjährigen unter 18 Jahren gegenüber Pornografie, Cybermobbing, Inhalten, die Kriminalität verherrlichen, und Inhalten, die Essstörungen fördern, verantwortlich machen. Das Gesetz wird die Betreiber auch verpflichten, den Nutzern zu ermöglichen, die Algorithmen zu deaktivieren, die vorgeschlagene Inhalte bestimmen. Jede Zuwiderhandlung wird mit einer Geldstrafe von 109 Millionen australischen Dollar bestraft.

Die neue Gesetzgebung soll nach der Vorstellung an die betroffenen Unternehmen bis Ende des Jahres dem australischen Parlament vorgelegt werden. Die Kommunikationsministerin Anika Wells bezeichnete dies als den "Augenblick der Wahrheit" gegenüber den Tech-Giganten und verwies auf manchmal "katastrophale" Folgen ihrer Plattformen.

Im vergangenen Jahr wurde Australien zum ersten Land der Welt, das Social Media für Minderjährige unter 16 Jahren verboten hat, eine Maßnahme, die jedoch laut einer Studie aus August weitgehend umgangen wird. Dieser neue Gesetzesentwurf kommt in einem Kontext wachsender Kritik an Social-Media-Betreibern weltweit, wobei Meta beispielsweise bis zu 17 Milliarden Dollar zu zahlen und den Zugang zum Instagram und Facebook für Teenager in etwa fünfzig US-Bundesstaaten einzuschrän

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