Die Umweltministerin Maria da Graça Carvalho erklärte auf einer Pressekonferenz, der Kraftstoffpreisunterschied zwischen Portugal und Spanien sei identisch mit dem zwischen Spanien und Frankreich, und bezeichnete Spanien außerdem als „Ausnahme" in Europa. Die Aussage fiel, nachdem der Generalsekretär der PS, José Luís Carneiro, die Regierung beschuldigt hatte, von den steigenden Kraftstoffpreisen zu profitieren.
Der Artikel verwendet Daten aus dem wöchentlichen Bulletin der Europäischen Kommission vom 31. August, um diese Aussagen zu überprüfen. Bei Benzin beträgt der Preis in Portugal 2,013 Euro pro Liter, in Spanien 1,732 Euro und in Frankreich 2,073 Euro. Das bedeutet, dass die Portugiesen 28 Cent mehr als die Spanier zahlen, während die Franzosen 34 Cent mehr als die Spanier zahlen. Bei Diesel beträgt der Preis in Portugal 2,029 Euro, in Spanien 1,865 Euro und in Frankreich 2,208 Euro, was Differenzen von 16,3 Cent mehr in Portugal und 34,3 Cent mehr in Frankreich ergibt.
Zur Behauptung, Spanien sei eine Ausnahme, zeigt das Bulletin der Europäischen Kommission, dass es acht europäische Länder mit niedrigeren Benzinpreisen als Spanien gibt, darunter Malta, Schweden, Polen und Bulgarien, sowie sieben Länder mit günstigerem Diesel, einschließlich derselben Länder und zusätzlich Luxemburg.
Die Schlussfolgerung des Artikels ist, dass die Aussagen von Maria da Graça Carvalho nicht korrekt sind. Der Preisunterschied zwischen Portugal und Spanien ist tatsächlich geringer als der Unterschied zwischen Spanien und Frankreich, und Spanien ist in Europa keine Ausnahme bei niedrigen Preisen. Der Artikel merkt ferner an, dass das Steuer niveau in Frankreich die Kraftstoffe noch teurer macht als in Spanien als in Portugal, und dass die Aussagen der Ministerin „zu wenig ansetzen".




