Einer wollte mit der Band spielen, der andere stimmte zu, die Schicht zu tauschen: eine Entscheidung veränderte zwei Leben am 11. September
Sekou Siby hätte am Morgen des 11. September 2001 im Windows on the World arbeiten sollen, dem berühmten Restaurant in den obersten Stockwerken des Nordturms des World Trade Centers, aber er war nicht dort. Ein Kollege von ihm wollte an diesem Tag mit einer Band spielen und bat Siby, die Schicht zu tauschen. Siby willigte ein, was dazu führte, dass er nicht im Restaurant war, als die Flugzeuge in die Zwillingstürme rasten.
Diese scheinbar einfache Entscheidung rettete letztendlich das Leben von Sekou Siby. Sein Kollege, der mit der Band spielen wollte, war an diesem Tag ebenfalls nicht im Restaurant und wurde ebenfalls von der Tragödie verschont. So überlebten beide den Terroranschlag, bei dem an jenem Morgen fast dreitausend Menschen getötet wurden.
Das Windows on the World, in dem beide arbeiteten, wurde beim Einsturz der Türme vollständig zerstört. Viele seiner Mitarbeiter verloren an jenem Tag ihr Leben. Die Geschichte von Siby und seinem Kollegen veranschaulicht, wie kleine Zufälle und alltägliche Entscheidungen darüber bestimmen können, wer lebt und wer in Katastrophensituationen stirbt.



