Die Guarda Nacional Republicana hat zwischen dem 1. Januar und dem 31. Juli 2026 8.438 betrunkene Fahrer festgenommen und 8.856 Straftaten wegen Trunkenheit am Steuer registriert. Diese durchschnittlich etwa 280 Festnahmen pro Woche bedeuten über 101.000 Stunden, in denen diese Fahrer von den portugiesischen Straßen ferngehalten wurden, da sie für einen Zeitraum von mindestens 12 Stunden nicht fahren durften.
In Portugal ist das Fahren mit einem Blutalkoholgehalt von 1,20 g/l oder mehr eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe von bis zu 120 Tagen geahndet wird, zusätzlich zum Entzug des Führerscheins. Der Unterschied zwischen der Anzahl der registrierten Straftaten und der Festnahmen erklärt sich durch Fälle, in denen eine Blutentnahme in einem Krankenhaus erforderlich ist, deren Ergebnis erst später bekannt wird.
Die Daten zeigen, dass Trunkenheit am Steuer vor allem in der erwachsenen Bevölkerung vorkommt, wobei die Altersgruppe der 51- bis 64-Jährigen mit 2.450 Festnahmen an der Spitze liegt, gefolgt von Fahrern zwischen 41 und 50 Jahren (2.167) und solchen zwischen 31 und 40 Jahren (1.850). Die Muster zeigen auch, dass das Risiko am Wochenende stark ansteigt, wobei die kritischste Zeit zwischen 00:00 und 06:00 Uhr liegt.
Auf territorialer Ebene stechen die Bezirke Porto, Setúbal, Aveiro und Faro durch das höchste Volumen an Straftaten und Festnahmen hervor, was auf Gebiete mit höherer Verkehrsdichte und größerer urbaner und touristischer Konzentration hindeutet.




