Die Partei Chega bestand erneut auf der Entlassung des Ministers für innere Verwaltung und vertrat die Ansicht, dass eine "beispiellose Degradierung" der Institutionen vorliegt. Diese Position ergibt sich in einem Moment politischer Spannung im Zusammenhang mit der internen Regierungsführung des Landes.
André Ventura, der Chef der Chega, beschuldigte die Sozialistische Partei, von Luís Neves "gekapert" zu sein, in einer Anspielung auf den Generalsekretär der PS. Diese Beschuldigung deutet darauf hin, dass Ventura der Ansicht ist, dass die PS in unangemessener Weise unter dem Einfluss von Luís Neves steht.
Laut Ventura "fordert" Luís Neves "die Entlassung" des Ministers für innere Verwaltung "nur dann nicht", "wenn er genauso fest anhängt wie der Premierminister". Diese Erklärung impliziert, dass für den Chef der Chega sowohl der sozialistische Generalsekretär als auch der Premierminister politische Motive haben werden, den Minister im Amt zu halten, und bringt diese Situation mit einer politischen Loyalität über dem öffentlichen Interesse in Verbindung.




