Das Oberste Bundesgericht (STF) führt eine virtuelle Sitzung durch, um über die Entscheidung von Minister André Mendonça abzustimmen, den Generaldirektor der Bundespolizei, Andrei Rodrigues, aus seinem Amt zu entfernen. Die Abstimmung findet zwischen 10:00 Uhr und 23:59 Uhr an diesem Dienstag (8.) statt. Die Entscheidung entfernt auch Delegierten Leandro Almada da Costa, Direktor der polizeilichen Nachrichtendienste der PF.
Mendonças Entscheidung gliedert sich in drei Hauptteile. Erstens hinterfragt der Minister die technische Qualität und Rechtmäßigkeit der in dem Fall verwendeten Geheimdienstberichte. Zweitens behauptet er, Ziel von Überwachung und gezielter Informationssammlung durch die Nachrichtendienste der Bundespolizei gewesen zu sein. Schließlich bestimmt er eine Reihe von Maßnahmen zur Untersuchung der Erstellung dieser Dokumente und zur Verhinderung weiterer derartiger Aktionen.
Bezüglich der Geheimdienstberichte erklärt Mendonça, dass es technische Probleme und mögliche Rechtsverstöße bei der Erstellung des Materials gibt. Der Minister betont, dass das Dokument selbst als eingeschränkte Verbreitung klassifiziert ist, als Arbeitsdokument definiert wird und keinen Beweiswert hat. Seiner Meinung nach wäre die technische Fragilität der Berichte so erheblich, dass sie deren Verwendung als Grundlage für irgendwelche Entscheidungen beeinträchtigen würde.




