Minister André Mendonça vom Obersten Gerichtshof (STF) ordnete am Dienstag die präventive Suspendierung des Generaldirektors der Bundespolizei, Andrei Rodrigues, an. Die Maßnahme betraf auch den Direktor für polizeiliche Nachrichtendienste der PF, Leandro Almada da Costa, und führte zur Einleitung einer Untersuchung durch die interne Revision der Behörde.
Mendonça argumentierte, dass es Hinweise auf Beteiligung, Kenntnis oder Unterlassung der Behördenleitung bei der Erstellung von Geheimdienstberichten gebe, die die eigene Tätigkeit des Richters überwacht hätten. Der Minister kritisierte die von seinem Kollegen Alexandre de Moraes verwendeten Berichte und bezeichnete sie als „apokryph".
Der Entscheidung zufolge enthielten die Dokumente kein Wappen der PF oder ein anderes grafisches Symbol, das ihnen Legitimität und Vertrauenswürdigkeit verleihen könnte. Diese Abwesenheit machte es unmöglich, die Urheberschaft und das Erstellungsdatum der Berichte zu überprüfen.
Der Minister erklärte ferner, er sei in den analysierten Dokumenten „äußerst vagen und abstrakten" Unterstellungen ausgesetzt gewesen.




