Das Stadtparlament von Coimbra hat einen Teil der Steuerpolitik für 2027 genehmigt und behält die Kommunalabgabe von 1,45% und die variable Beteiligung an der Einkommensteuer (IRS) am gesetzlichen Maximum von 5% bei. Beide Vorschläge wurden mit den Stimmen der Koalition Avançar Coimbra (PS/Livre/PAN) und der ehemaligen Gemeinderätin von Chega angenommen, bei Enthaltung von vier Gemeinderäten der Koalition Juntos Somos Coimbra und gegen die Stimme von Celso Monteiro. Der Stadtrat genehmigte außerdem einstimmig die Beibehaltung der kommunalen Durchgangsgebühr (TMDP) von 0,25%.
Während der Diskussion schlug der ehemalige Bürgermeister und heutige Oppositionsgemeinderat José Manuel Silva eine Senkung der Kommunalabgabe von 1,45% auf 1,4% vor, was einen geschätzten Einfluss von etwa 188.000 Euro auf die Gemeindeeinnahmen hätte, und vertrat die Ansicht, dass diese Maßnahme ein positives Signal für Unternehmen darstellen würde. Der Gemeinderat sprach sich auch für eine schrittweise Senkung der variablen Beteiligung der Gemeinde an der Einkommensteuer aus. Celso Monteiro vertrat ebenfalls die Auffassung, dass eine Senkung der Steuersätze zur Erhöhung der Attraktivität der Gemeinde für neue Investitionen beitragen könnte.
Die Bürgermeisterin Ana Abrunhosa wies zurück, dass die Kommunalabgabe ein entscheidender Faktor für die Standortwahl von Unternehmen sei, und war der Ansicht, dass andere Kriterien bei Investitionsentscheidungen schwerer wiegen. Bezüglich der Einkommensteuer betonte die Kommunalpolitikerin, dass die von der Gemeinde durch diese Beteiligung erzielten Einnahmen für Sozialpolitiken verwendet werden können, und erinnerte an den progressiven Charakter der Steuer.
Der Vorschlag zur Grundsteuer (IMI) für 2027 wurde noch nicht abgestimmt, da das Stadtparlament auf Daten der Steuerbehörde wartet. Der für Finanzen zuständige Gemeinderat Luís Filipe teilte mit, dass die Absicht des Stadtrats darin besteht, den für 2027 geltenden IMI-Satz beizubehalten, der auf dem gesetzlichen Minimum von 0,3% festgelegt ist.




