Die Ministerin für Umwelt und Energie, Maria da Graça Carvalho, hielt am Montag eine Pressekonferenz zu den Kraftstoffpreisen ab, in der sie anerkannte, dass das Land eine schwierige Zeit außerordentlicher Komplexität durchlebt. Die Ministerin versicherte, dass die Regierung mit dieser Krise nicht profitiert, und bekräftigte das Engagement für die Umsetzung von Abhilfemaßnahmen zum Schutz von Familien und Unternehmen.
Die Ministerin nannte als Hauptursachen für die Preissteigerungen das Wiederaufflammen internationaler Spannungen zwischen Russland und der Ukraine sowie zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, ebenso wie die Schließung mehrerer Raffinerien in Europa. Diese Faktoren ließen die Raffinierungskosten historische Höchstwerte erreichen und trieben die Rohölnotierungen auf sehr hohe Niveaus, was sich in einer neuen globalen Energiekrise niederschlug, die die Verbraucher direkt betrifft.
Maria da Graça Carvalho unterstrich, dass Portugal die Endpreise im Einklang mit dem europäischen Durchschnitt hält, mit sogar leicht geringeren Anstiegen. Bezüglich Spanien stellte sie klar, dass es sich um eine regionale Ausnahme handelt, und dass der Unterschied zwischen Portugal und Spanien dem entspricht, der Spanien von Frankreich trennt, wo das 95-Oktan-Benzin 2,073 Euro pro Liter übersteigt.
Die Ministerin reagierte auf die Kritik der Sozialistischen Partei und erklärte, dass seit dem 26. Februar 2026 alle zusätzlichen Mehrwertsteuereinnahmen vollständig zur Anrechnung auf die Mineralölsteuer (ISP) verwendet wurden, was einer Rückerstattung von rund 700 Millionen Euro an die Steuerzahler entspricht. Die Regierung kündigte auch die Stärkung der Sanktionsbefugnisse der ERSE an, die nun die gesamte Kette des Erdölsystems überwachen wird, einschließlich der Raffinierung, und forderte größere Transparenz bei der Offenlegung der Komponenten des Endpreises für den Verbraucher.




