Die Besessenheit vom Eisernen Thron hatte im Universum von George R.R. Martin stets eine zutiefst erotische Komponente, und genau auf diesen Machtkampf spielte der Titel der Serie an, die dieses Universum adaptierte. Der Artikel analysiert, wie sich diese Dynamik sowohl in Game of Thrones als auch in Das Haus des Drachen manifestierte.
In Game of Thrones wurden die Zuschauer darauf trainiert, die Rückkehr der rechtmäßigen Erbin Daenerys Targaryen, dargestellt von Emilia Clarke, zu ersehnen. Wir begleiteten die Figur durch die Wüste, identifizierten uns mit ihrem Exil und jubelten bei jedem Schritt ihres Marsches in Richtung Hauptstadt, begleitet von den drei Drachen, die wir aufwachsen sahen, weil wir sehen wollten, wie die Lannister fielen.
In Das Haus des Drachen wiederholt sich dasselbe Schema mit Rhaenyra, dargestellt von Emma D'Arcy, der rechtmäßigen Anwärterin, die gezwungen ist, sich nach Drachenstein zurückzuziehen und die Rückeroberung aus der Ferne zu planen. In der Zwischenzeit usurpieren Alicent, dargestellt von Olivia Cooke, und die Hightowers das, was ihr von Rechts wegen zusteht.
Der Artikel legt nahe, dass beide Serien einer ähnlichen narrativen Struktur folgen, bei der der Zuschauer dazu gebracht wird, emotional in die Figur der rechtmäßigen Erbin zu investieren, die kämpft, um zurückzuholen, was ihr gestohlen wurde, und eine tiefe Identifikation mit ihrer Sache und ihrer Machtreise schafft.




