Der spanische Außen-, EU- und Entwicklungsminister, José Manuel Albares, warnte, dass die Erklärungen marokkanischer Minister, die Ceuta und Melilla beanspruchen, "die bilateralen Beziehungen" zwischen den beiden Ländern "beeinträchtigen". Albares betonte, dass Spanien "niemals" über diese Frage sprechen werde, und bekräftigte die unerschütterliche Position der spanischen Regierung in Bezug auf die beiden autonomen Städte.
Die betreffenden Erklärungen erfolgen im Kontext des marokkanischen Wahlkampfes für die Wahlen am 23. September. Während dieser Zeit haben mehrere Mitglieder der marokkanischen Regierung öffentliche Aussagen über die Souveränität von Ceuta und Melilla gemacht, was zu diplomatischen Spannungen zwischen Madrid und Rabat geführt hat.
Der spanische Minister erkannte an, dass diese Forderungen möglicherweise durch die Dynamik von Wahlkampagnen motiviert sein könnten, betrachtete dies jedoch nicht als Rechtfertigung für Angriffe auf die spanische Souveränität. Albares zufolge schaden solche Erklärungen unabhängig von den innenpolitischen Umständen Marokkos den Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
Spanien hält somit an seiner Position fest, dass Ceuta und Melilla spanisches souveränes Territorium sind und nicht Gegenstand von Verhandlungen oder Diskussionen mit einem Drittland sind, einschließlich Marokko, seinem Nachbarn und strategischen Partner.




