Weniger als einen Monat vor dem ersten Wahlgang steht Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (PT) einer in vielerlei Hinsicht ungünstigeren Lage gegenüber, wie aus der vom GLOBO und TV Globo in Auftrag gegebenen und gestern veröffentlichten Quaest-Umfrage hervorgeht. Der Kandidat der PT liegt zwar noch in der Erhebung zum ersten Wahlgang vorne, doch die Daten zeigen einen negativen Trend bei den Wahlabsichten, der Regierungszustimmung und der Wahrnehmung der Wählerschaft zu Themen wie Verschuldung und Korruption.
In der simulierten Stichwahl lieferten sich Lula und der PL-Kandidat Flavio Bolsonaro erstmals seit März wieder ein numerisches Unentschieden. Obwohl die Schwankungen jeweils innerhalb der Fehlerquote von zwei Punkten lagen, zeichnet das Gesamtbild, das das Institut zeichnet, eine Verschlechterung des amtierenden Kandidaten ab.
Nach Analyse des Instituts wird dieses Szenario als atypisch in der Geschichte der brasilianischen Wahlen angesehen, da Kandidaten, die sich um eine Wiederwahl bewerben, normalerweise dazu neigen, ihre Werte im Laufe des Wahlkampfs zu verbessern – und nicht umgekehrt. Vera Magalhães kommentierte die Bewegung und stufte sie als sehr negativ für Lula ein.




