Als Ronaldo Caiado vom PSD als Präsidentschaftskandidat ausgewählt wurde, berechneten Verbündete, dass der Gouverneur von Goiás etwa 100 Millionen Real benötigen würde, um eine kampagnestarke Bewerbung durchzuführen. Der Betrag läge nahe der von der Wahlkommission festgelegten Obergrenze für die erste Runde von 88,6 Millionen Real und würde fast ein Viertel der 421 Millionen Real repräsentieren, die die Partei in diesem Jahr aus dem Wahlfonds erhalten hat.
Das Problem ist, dass neben der Präsidentschaftskampagne die Mittel auch unter Kandidaten für Landesregierungen, den Senat, die Abgeordnetenkammer und die Landesparlamente aufgeteilt werden müssen. Diese Berechnung bereitet den Parteimitgliedern Sorgen, die vor der schwierigen Aufgabe stehen, die Ressourcen zwischen allen Kandidaturen auszugleichen.
In letzter Zeit wurde intern die Möglichkeit diskutiert, dass Caiado in der ersten Runde 60 Millionen Real erhält, wie von der CNN berichtet. Parteiführer bestreiten, dass für die Präsidentschaftskandidatur bereits ein Betrag festgelegt wurde.
Die Ungewissheit nährt eine Besorgnis unter Kandidaten und Funktionären: dass der PSD bei den Kampagnen seiner Kandidaten spart, um das Präsidentschaftsrennen von Caiado, den Senat und die Landesregierungen zu priorisieren.




