Im Kampf um die Stimmen konservativer Wähler haben Kandidaten für die Gouverneure der Bundesstaaten, die sich als Vertreter der nicht-bolsonaristischen Rechten positionieren, begonnen, die Reform des Justizwesens als Wahlkampfthema zu übernehmen. Diese Strategie entstand aus Kritik am Obersten Gerichtshof (STF), nachdem die Ermittlungen im Fall Banco Master neue Hinweise auf die Beziehung zwischen Minister Alexandre de Moraes und Daniel Vorcaro, dem Eigentümer der Banco Master, aufgedeckt hatten.
Das Thema, das seit letzter Woche die Präsidentschaftswahl bestimmt, wurde nun auch von Kandidaten in den Bundesstaaten aufgegriffen. Unter ihnen ist Sandro Alex, ehemaliger Sekretär für Infrastruktur von Paraná und Kandidat für das Amt des Gouverneurs als Nachfolger von Gouverneur Ratinho Junior (PSD).
In einem am Montag veröffentlichten Video zur Feier des 7. September sprach Sandro Alex das Thema an. Der Artikel wurde gekürzt, deutet aber darauf hin, dass er in diesem Zusammenhang Kritik am STF übte.
Die im Artikel zitierte Questa-Umfrage zeigt, dass Präsident Lula und Senator Bolsonaro in der Stichwahl gleichauf liegen, und dass Wähler von Kandidaten wie Cury, Renan Santos, Caiado und Zema bei einer eventuellen Stichwahl eher zu Bolsonaro tendieren, was die strategische Bedeutung der Gewinnung dieses konservativen Elektorats verdeutlicht.




