Portugiesische Unternehmensverbände, darunter die AEP und die AIP, warnen die Regierung vor der Notwendigkeit einer „zeitnahen und verhältnismäßigen" Antwort auf die Kraftstoffkrise, um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und die Beschäftigung zu erhalten. Luís Miguel Ribeiro, Präsident der AEP, weist darauf hin, dass der Anstieg der Kraftstoffpreise einen erheblichen Schock für die Kostenstruktur der Unternehmen darstellt, die bereits mit hohen Energie-, Rohstoff- und Finanzierungskosten konfrontiert sind. José Eduardo Carvalho, Präsident der AIP, warnt, dass Portugal den Unternehmen keine Kosten aufbürden darf, die ihre Fähigkeit zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen, beeinträchtigen.
Die Auswirkungen der Kraftstoffe sind quersektoral und betreffen Bereiche wie Transport, Logistik, Distribution, Landwirtschaft, metallverarbeitende Industrie und Textilindustrie. Als Beispiel berechnet José Eduardo Carvalho, dass ein Unternehmen, das 100.000 Liter Diesel pro Jahr verbraucht, einen direkten Kostenanstieg von etwa 15.000 Euro jährlich hat. Im Textilsektor erklärt Ricardo Silva, Präsident der ATP, dass Industriegas zum doppelten Preis von vor einem Jahr liegt und Strom auf dem Dreifachen.
Der Agrarsektor, vertreten durch die CAP, ist besonders kritisch gegenüber staatlichen Hilfen. Luís Mira, Generalsekretär der CAP, erklärt, dass seit März die Verteuerung des landwirtschaftlichen Diesels 60 Millionen Euro betrug, aber die staatliche Kompensation nur sechs Millionen betrug. Der Verantwortliche vergleicht die Unterstützung in Portugal und Spanien und betont, dass die spanische Gesamthilfe für Landwirte 1.100 Millionen Euro betrug, während es in Portugal nur 26 Millionen waren.
António Costa Silva, ehemaliger Wirtschaftsminister, stimmt zu, dass die Maßnahmen der Regierung unzureichend sind, und beschreibt sie als „ein Palliativmittel, das nicht viel lösen wird". Der Verantwortliche vertritt die Ansicht, dass es notwendig ist, die Wirtschaft zu elektrifizieren, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verr




