UniCredit dringt mit der Übernahme von Commerzbank nach mehr als zwei Jahren Verhandlungen vor, aber die Transaktion bringt ein komplexes Erbe von Problemen im Zusammenhang mit Russland mit sich. Der Prozess umfasst Rechtsstreitigkeiten, Gerichtsurteile und in Moskau feststeckende Vermögenswerte, die nun Teil der italienischen Bank werden.
Das russische Erbe umfasst ein fünfstöckiges Gebäude mit einer pastellrosa Fassade im Herzen Moskaus, das jahrelang die ehemalige Zentrale der Commerzbank-Operationen in Russland und im übrigen Eurasien war. Diese Immobilie stellt einen der derzeit blockierten Vermögenswerte dar.
Im Frühling 2024 entschied ein Gericht in Sankt Petersburg, die Vermögenswerte und Aktien der russischen Filiale von Commerzbank einzufrieren. Dieses Gerichtsurteil ist Teil einer Verurteilung von fast 100 Millionen Euro, was die finanzielle und rechtliche Situation der Übernahme durch UniCredit weiter verkompliziert.




