Der Journalist Emiliano Tolivia ist ein leidenschaftlicher Fan des Fluminense, pflegt aber auch eine besondere Verbindung zum Platense, einem argentinischen Verein aus der Stadt Vicente López. Diese Verbindung zum Club aus der Nähe von Buenos Aires stammt von seinem Vater, der Fan des Teams war. Emiliano erzählt, dass er jedes Mal, wenn er die hypothetische Frage hörte, für welches Team er in einem Spiel zwischen Fluminense und Platense tippen würde, mit einem verlegenen Lächeln antwortete, da die Möglichkeit viel zu unwahrscheinlich schien, um ernst genommen zu werden.
Die Situation änderte sich vollständig, als beide Vereine sich für die Libertadores qualifizierten. Das Schicksal wollte es, dass die Viertelfinals dieses unwahrscheinliche Duell zur Realität machten und ein traditionelles und historisches Team des brasilianischen Fußballs gegen eine bescheidene argentinische Vorstadtmannschaft gegenüberstellte. Die Übereinstimmung führte dazu, dass Emiliano endlich die Frage beantworten musste, die zuvor nur hypothetisch gewesen war.
Emiliano versichert, dass in dieser Situation kein gespaltenes Herz existiert. Er sagt, es gebe keine Schlagzeile vom "gespaltenen Herzen" und dass er sich über das Duell freut. Der Journalist sagt, er werde traurig sein, wenn Fluminense verliert, räumt aber ein, dass er, falls Platense weiterkommt, in den nächsten Phasen des Wettbewerbs für die argentinische Mannschaft sein wird. Diese Haltung wurde symbolisch gezeigt, als er agreed, beim Fotografieren das Trikot von Platense zu halten, aber nur das von Fluminense zu tragen.
So laut auch die Liebe zum Fluminense in Emilianos Leben ist, ist es unvermeidlich, dass er Erinnerungen an die argentinischen Wurzeln seiner Familie bewahrt. Die Beziehung zum Platense stellt eine vom Vater geerbte emotionale Bindung dar, und obwohl sie nicht seine sportliche Priorität ist, gehört sie zu seiner persönlichen und familiären Identität.




