Der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Turk, hat am Montag gefordert, dass die Vereinigten Staaten für den Tod von 23 Migranten verantwortlich gemacht werden, die seit Jahresbeginn in nordamerikanischem Gewahrsam gestorben sind. Turk richtete diesen Appell bei der Eröffnung der 63. Sitzung des UNO-Menschenrechtsrats in Genf aus.
Laut Turk ereigneten sich vier dieser Todesfälle allein seit Juni in Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörden, was die Bilanz erheblich verschlechterte. Der Hochkommissar betonte die dringende Notwendigkeit einer Verantwortlichkeit für diese Todesfälle und bekräftigte den Appell der UNO an Washington, die Verantwortung für die Behandlung der an seinen Grenzen und in seinen Einrichtungen festgehaltenen Migranten zu übernehmen.



