Laut dem neuesten Barometer von Doutor Finanças wurden 66 % der Portugiesen in den letzten 12 Monaten Ziel mindestens einer Betrugs- oder Diebstahlversuchs im Zusammenhang mit Geld. Nur 4 % meldeten einen Versuch mit finanziellem Verlust und 2 % teilten Daten, allerdings ohne monetären Verlust. Der häufigste Betrug ist Smishing (gefälschte SMS), gefolgt von Phishing (gefälschte E-Mail) und Vishing (Telefonanrufe).
Obwohl 95 % der Befragten angeben, dass sie nicht auf verdächtige Links in Nachrichten der Bank klicken würden, zeigen sich 31 % wenig oder gar nicht sicher in der Fähigkeit, Online-Betrugsversuche zu erkennen. Unter den Opfern haben nur 47 % Anzeige bei den Behörden erstattet und 23 % haben keinerlei Maßnahmen ergriffen.
Portugal ist weitgehend digitalisiert, mit 90 % der Portugiesen, die täglich das Internet nutzen, und 94 %, die ein Smartphone mit Internetzugang besitzen. MB Way ist der am häufigsten genutzte Finanzkanal. Allerdings fühlen sich 34 % wenig oder gar nicht sicher bei der Nutzung digitaler Finanzdienstleistungen, und 47 % haben eine Finanztransaktion unterlassen, weil sie den Prozess für zu komplex hielten. Künstliche Intelligenz wird ebenfalls mit Zurückhaltung aufgenommen, wobei 48 % KI-Tools im finanziellen Kontext nicht vertrauen.
Sérgio Cardoso, Chief Education Officer von Doutor Finanças, warnte, dass wenn zwei von drei Portugiesen Ziel von Betrugsversuchen waren und ein Drittel sich bei digitalen Finanzdienstleistungen nicht sicher fühlt, ein wichtiger Weg zurückzulegen ist. Das Barometer wurde am Internationalen Tag der Literalität am 8. September vorgestellt.




