Lukinhas ist ein Sänger, der in der Gemeinschaft Asa Branca in der Südwestzone von Rio de Janeiro geboren wurde, ganz in der Nähe des Ortes, an dem das Festival Rock in Rio stattfindet. Als „Cria" der Gemeinschaft betrachtet, wuchs der Künstler auf und sah das Event aus nächster Nähe, ohne sich jemals vorstellen zu können, eines Tages darin aufzutreten.
Der Sänger tritt an diesem Montag (7) zweimal auf der Highway-Bühne des Rock in Rio auf. Die Gelegenheit, beim Festival zu singen, stellt für ihn die Erfüllung eines Traums dar, der unmöglich schien, als er noch in der Gemeinschaft lebte.
Lukinhas reflektiert über die Distanz zwischen der Realität der Favela und dem Zugang zu Events wie dem Rock in Rio. Seiner Aussage nach dachten die Bewohner, als das Festival angekündigt wurde, nicht daran, Eintrittskarten zu kaufen, sondern an Möglichkeiten, Geld zu verdienen, wie etwa Wasser am Eingang des Events zu verkaufen. „Es war kein möglicher Traum. Diese Träume werden uns, die wir aus der Gemeinschaft kommen, nicht verkauft", sagt er.
Der Sänger betont, dass für jemanden aus der Favela noch ein langer Weg vor ihnen liegt, und sagt, dass „die Favela noch nicht gesiegt hat". Für Lukinhas stellt der Auftritt beim Rock in Rio eine enorme Errungenschaft dar, aber auch eine Erinnerung an die Ungleichheiten, die noch bestehen.




