Die Europäische Kommission wird einen Vorschlag zur Schaffung gemeinsamer Regeln vorlegen, die es den Mitgliedstaaten und lokalen Behörden der EU ermöglichen, Kurzzeitmieten wie Airbnb in Gebieten mit Wohnungsdruck zu regulieren. Das neue Gesetz über bezahlbares Wohnen zielt darauf ab, gemeinsame Kriterien festzulegen, um zu bestimmen, wann ein Gebiet eine Situation des „Wohnungsdrucks" aufweist und unter welchen Bedingungen restriktive Maßnahmen ergriffen werden können, wobei die Entscheidung darüber, ob und wie eingegriffen wird, bei den Mitgliedstaaten und lokalen Behörden bleibt.
Das Dokument sieht kein generelles Verbot von Ferienwohnungen vor, legt jedoch Kriterien zur Bewertung des Vorliegens von Wohnungsdruck fest, wobei Faktoren wie das Verhältnis zwischen Hauspreisen und Einkommen, die Entwicklung dieses Verhältnisses im Laufe der Jahre sowie Indikatoren für Bevölkerung und Wohnungsangebot und -nachfrage berücksichtigt werden. Die Behörden müssten außerdem nachweisen, dass Kurzzeitmieten zu dem Druck auf die Preise beitragen, bevor sie Maßnahmen ergreifen, wobei der Hauptwohnsitz als Schutzmaßnahme ausgenommen ist.
Der EU-Kommissar für Wohnungswesen, Dan Jørgensen, hat wiederholt auf die Auswirkungen des Wachstums von Kurzzeitmieten auf die Wohnungsmärkte einiger Städte hingewiesen und eine europäische Antwort für Fälle gefordert, in denen diese Tätigkeit die Preise erhöht oder das Angebot für Anwohner verringert. Wohnen ist eine nationale, regionale und lokale Zuständigkeit, und der Vorschlag schafft lediglich einen gemeinsamen Rahmen zur Verringerung der rechtlichen Unsicherheit, da die Mitgliedstaaten unterschiedliche Kriterien verwenden, um zu bestimmen, wann ein Gebiet




