Die deutschen Kirchen haben ihre Besorgnis über den Wahlsieg der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) bei den Regionalwahlen am Sonntag im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt zum Ausdruck gebracht, wenngleich ohne absolute Mehrheit. Die Bischöfe und religiösen Führer erkannten das demokratische Ergebnis an, machten jedoch deutlich, dass sie Unbehagen über die vom Partei erreichte Stärke empfinden.
In einer gemeinsamen Erklärung erklärten die Kirchen, dass sie „anerkennen, dass die AfD mit deutlichem Abstand stärkste Partei in Sachsen-Anhalt geworden ist". Das vom Präsidenten der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) unterzeichnete Dokument erkennt an, dass sich die „schlimmsten Befürchtungen bestätigt haben", betont jedoch die Notwendigkeit, das Wahlergebnis zu akzeptieren.
Die rechtsextreme Partei erzielte das beste Ergebnis ihrer Geschichte bei einer Regionalwahl und festigte ihre Position als bedeutende politische Kraft in Ostdeutschland. Dieser Sieg erfolgt in einem Kontext wachsender Beliebtheit anti Einwanderungsparteien in verschiedenen Regionen des Landes.
Die Besorgnis der Kirchen spiegelt eine breitere Angst in der deutschen Gesellschaft angesichts des Vormarschs rechtsextremer Parteien in der nationalen politischen Landschaft wider. Die wichtigsten Religionsgemeinschaften des Landes warnen regelmäßig vor den Gefahren des Extremismus und der Intoleranz.



