Die Behörde für Lebensmittelsicherheit und Wirtschaft (ASAE) empfahl den Portugiesen, Sardinen und Makrelen in ihrer Ernährung zu bevorzugen, da sie gleichzeitig einen höheren Gehalt an Omega-3 und niedrigere Quecksilberkonzentrationen aufweisen. Diese Empfehlungen könnten jene überraschen, die normalerweise Fische wie Dorade oder Seebarsch bevorzugen. Omega-3-Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle im Organismus und sind mit einer normalen Herz-Kreislauf-Funktion verbunden, und fette Fische gehören zu den wichtigsten Nahrungsquellen für diese Nährstoffe.
Die Empfehlungen resultierten aus einer gemeinsamen Arbeit verschiedener nationaler Stellen, darunter die ASAE, die Generaldirektion für Ernährung und Veterinärmedizin (DGAV), das Nationale Institut für Gesundheit Dr. Ricardo Jorge (INSA) und das Portugiesische Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA). Für die allgemeine Bevölkerung kann Fisch drei- bis siebenmal pro Woche verzehrt werden, wobei eine Vielfalt bei der Wahl der Arten bestehen sollte. Es gibt jedoch Fische, deren Verzehr aufgrund der höheren Quecksilberkonzentration stärker eingeschränkt werden sollte, wie Schwertfisch, Großaugen Thunfisch, Hai und einige Arten von Katzenhai.
Die Empfehlungen sind noch restriktiver für Schwangere, Frauen, die schwanger werden könnten, stillende Frauen und Kleinkinder, Gruppen, die besonders anfällig für die Auswirkungen von Quecksilber sind. Das bedeutet nicht, dass Dorade, Seebarsch oder andere Arten aus der Ernährung verschwinden müssen, sondern dass man die verzehrten Fischsorten abwechseln sollte.
Sardinen und Makrelen sind zudem erschwinglichere Alternativen und in der traditionellen portugiesischen Ernährung weit verbreitet. Die Generaldirektion Gesundheit zählt Sardinen und Makrelen ebenfalls zu den Nahrungsquellen für Omega-3 und empfiehlt den regelmäßigen Fischverzehr im Rahmen des mediterranen Ernährungsmusters.
