Bosnien-Herzegowina hat seine Diplomaten aus Belgrad abgezogen, nachdem Ratko Mladic, eine umstrittene Figur aus dem Bosnienkrieg, beerdigt wurde. Die Entscheidung folgt auf Erklärungen bosnischer Beamter, die erklärten, sie seien bereit, die diplomatischen Beziehungen zu Serbien abzubrechen.
Mladics Beerdigung, der ehemalige militärische Befehlshaber der bosnischen Serben, löste starke internationale Verurteilung aus. Die Verherrlichung von Mladics Figur in Serbien erregte große Aufmerksamkeit, insbesondere von den Nachbarländern, die während des Konflikts gelitten haben.
Der kroatische Außenminister, Gordan Grlic Radman, betrachtete die Verherrlichung von Mladic in Serbien als unvereinbar mit den Werten der Europäischen Union. Diese Position ist besonders relevant, da Serbien derzeit in Beitrittsverhandlungen mit dem europäischen Block verstrickt ist.
Der Fall unterstreicht die anhaltenden Spannungen in der Balkanregion, Jahrzehnte nach dem Ende der Jugoslawienkriege, und die Herausforderungen, denen Serbien auf seinem Weg zur europäischen Integration gegenübersteht.




