Die Vereinigung „Bora Ambientar" beging den Internationalen Tag der sauberen Luft für einen blauen Himmel am 7. September mit der Veröffentlichung vorläufiger Ergebnisse des Projekts Respirar Fundo, das von der Europäischen Union im Rahmen des Programms NOPLANETB – AMI mitfinanziert wurde. Das seit über einem Jahr laufende Projekt überwacht die Luftqualität im Umfeld von 13 portugiesischen Schulen der Primar- und Sekundarstufe in den Gemeinden Ponte de Lima, Barcelos, Guimarães, Póvoa de Varzim, Vila Nova de Gaia, Ílhavo, Caldas da Rainha, Sintra, Lissabon und Sesimbra mittels tragbarer Messstationen, die Schwebstaubpartikel (PM10 und PM2,5), Stickstoffdioxid (NO₂) und troposphärisches Ozon (O₃) bewerten.
Die vom CENSE (FCT-UNL) erstellten Berichte ergaben, dass an den 12 bereits überwachten Schulen die stündlichen Profile der Schadstoffkonzentrationen mit dem Einfluss des Straßenverkehrs übereinstimmen, mit Spitzenwerten zu Stoßzeiten. An 9 dieser Schulen würde die Anwendung der strengeren Grenzwerte der europäischen Richtlinie 2024/2881, die 2030 in Kraft tritt, zu weitaus mehr Überschreitungen führen, mit durchschnittlichen PM2,5- und NO₂-Konzentrationen, die an mehreren analysierten Tagen über den jährlichen Grenzwerten liegen.
Am Projekt waren rund 1.500 Schüler und mehr als 250 Lehrkräfte direkt beteiligt, wobei Fächer wie Geographie, Naturwissenschaften und Physik-Chemie einbezogen wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die offiziellen Überwachungsnetze, die an festen Punkten positioniert sind, welche die städtische Hintergrundluftqualität repräsentieren, die Expositionswerte an spezifischen Standorten nicht erfassen, an denen sich gefährdete Bevölkerungsgruppen wie Kinder und Jugendliche aufhalten, und unterstreichen damit die Bedeutung der lokalen Überwachung als Ergänzung zu den offiziellen Netzen.
Die Vereinigung „Bora Ambientar" wird das Projekt ab Oktober 2026 mit einer neuen Ausgabe namens „Respirar+Fundo" fortsetzen, die die Überwachung auf Bildungseinrichtungen in anderen Regionen des Landes ausweiten soll, mit Unterstützung der Gemeinden und unter Einbeziehung von Umweltbildungsaktivitäten sowie der Einrichtung von Schul-Wetterclubs.




