Das rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD) erzielte einen historischen Sieg bei den Regionalwahlen in Sachsen-Anhalt, indem sie 43,8 % der Stimmen erhielt, ein Ergebnis, das das Doppelte der Leistung von 2021 darstellt. Die Partei verfehlte die absolute Mehrheit um nur drei Abgeordnete, brach jedoch einen historischen Konsens von mehr als acht Jahrzehnten, da seit 1945 keine deutsche Region von der rechtsextremen Partei regiert wurde. Der Kandidat der AfD für das Amt des Ministerpräsidenten, Ulrich Siegmund, bezeichnete den Moment als „historisch" und versicherte, ein Mandat zum Regieren zu haben, während der nationale Ko-Vorsitzende Tino Chrupalla die Ambitionen der Partei bekräftigte, sowohl auf regionaler als auch auf Bundesebene die Macht zu übernehmen.
Auf Seiten der traditionellen Parteien sah die Christlich Demokratische Union (CDU), dass ihre Stimme auf die Hälfte reduziert wurde, und erreichte nur 17,2 %, ein Ergebnis, das von ihrem Kandidaten Sven Schulze als „harter Schlag" beschrieben wurde. Die Sozialdemokraten der SPD erhielten 9,3 % und die Grünen 8,9 %, während die Linke 8,6 % und das populistische Bündnis BSW 5,3 % erreichten. Die FDP schied aus dem Parlament aus, was das BSW zur entscheidenden Kraft macht, die entweder eine Minderheitsregierung der AfD ermöglichen oder eine Expertenregierung unterstützen könnte.
Die Bildung einer Landesregierung befindet sich in einem komplexen Stillstand, da der „Cordon Sanitaire" der traditionellen Parteien eine direkte Koalition mit der rechtsextremen Partei unmöglich macht. Das Bundesamt und die deutschen Inlandsgeheimdienste stufen Teile der AfD, einschließlich der Struktur in Sachsen-Anhalt, als bestätigte rechtsextreme Organisationen ein, was Bedenken hinsichtlich des Zugangs der Partei zur Polizeikontrolle, zu Justizernennungen und zur Verwaltung des öffentlichen Bildungssystems aufwirft. Sachsen-Anhalt gehört zum Gebiet der ehemaligen DDR, wo tiefgreifende




